Politik beginnt dort, wo sie beginnen muss: beim Menschen. In seiner Würde. In seiner Freiheit. Und in seiner Verantwortung. Es war der Bundestagsabgeordneten Franziska Hoppermann daher eine besondere Ehre, beim Komtureitreffen des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem mit ihrem Vortrag in den direkten Austausch zu gehen.
Im Mittelpunkt stand für sie eine Überzeugung, die ihr politisches Handeln prägt: Die katholische Soziallehre ist ihr Kompass. Das christliche Menschenbild macht dabei etwas ganz Entscheidendes deutlich: Der Mensch ist mehr als die Summe seiner Entscheidungen. Seine Würde ist nicht verhandelbar.
Das bedeutet in Hoppermanns Augen für Politik, dass der Mensch niemals Mittel zum Zweck werden darf. Politik muss den Menschen als Subjekt ernst nehmen – nicht als Objekt staatlichen Handelns. Gerade in Zeiten rasanter technologischer Entwicklungen wird diese Frage immer wichtiger.
Wenn KI darüber mitentscheidet, wie kreditwürdig jemand ist, welche beruflichen Chancen er bekommt oder welchen Zugang er zu Leistungen erhält, dürfen wir Menschen nicht nur fragen, was technisch möglich ist. Wir müssen auch fragen: Was dient dem Menschen? Was schützt seine Freiheit und seine Würde? Technik ist ein Werkzeug. Sie muss dem Menschen dienen – nicht der Mensch der Technik.
Für Franziska Hoppermann ist deshalb klar: Das christliche Menschenbild und die katholische Soziallehre sind keineswegs überholt. im Gegenteil. Sie geben Orientierung bei den großen Fragen unserer Zeit: bei der Digitalisierung und Künstlichen Intelligenz. Beim Klimawandel. Bei Migration. Und bei der Frage, wie wir den Zusammenhalt unserer Gesellschaft stärken und soziale Spaltung verhindern.
Christlich-demokratische Politik bedeutet deshalb vor allem eines: Den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen und Verantwortung für unsere gemeinsame Zukunft zu übernehmen. Politik ist dann stark, wenn sie nicht über den Menschen hinweg entscheidet, sondern dem Menschen dient.




