Das Chaos rund um eine der wichtigsten Adern in unsere Stadt besorgt Anwohner, Gewerbetreibende und Pendler immer mehr. Die Baustellen zeigen, dass die geplanten Umbaumaßnahmen an der Rodigallee offenbar keine Verbesserung bringt. Klar ist: Wir stehen für eine optimierte Rad- und Fußwege, aber entschieden gegen einen Umbau, der die bestehende Verkehrssituation deutlich verschlechtern wird.
Die aktuellen und jüngsten Baustellen prägen das Bild des Chaos‘ mit Ansage in der Zukunft: kilometerlange Staus, blockierte Fahrspuren und gefährliche Situationen für alle Verkehrsteilnehmer. Besonders alarmierend ist, dass vielerorts keine Rettungsgassen mehr gebildet werden können. Einsatzkräfte kommen nur schwer oder verspätet durch. Das ist ein unhaltbarer Zustand.
Gleichzeitig soll die Zahl der Parkflächen reduziert werden. Das verschärft die Situation zusätzlich sowohl für Anwohner als auch für den lokalen Einzelhandel und medizinische Einrichtungen.
Auch die Bürgerinitiative „Rettet die Rodigallee“ warnt eindringlich vor den Folgen des geplanten Umbaus. In einer aktuellen Pressemitteilung vom 4. März 2026 kritisiert sie erhebliche planerische Mängel und hat Beschwerde beim Hamburgischen Oberverwaltungsgericht eingelegt.
Die Initiative macht deutlich:
Im bisherigen Verfahren wurde nicht über Inhalte gesprochen, sondern vor allem über formale Fragen. Dabei geht es um zentrale Punkte wie Sicherheit, Verkehrsfluss und die Versorgung der Bevölkerung.
Die Rodigallee ist eine der wichtigsten Verkehrsachsen im Hamburger Osten. Die Rodigallee ist Pendlerstrecke, Entlastung der A24 und Standort vieler Betriebe sowie medizinischer Einrichtungen, darunter eines der größten Krankenhäuser im Bezirk Wandsbek.
Die Kritikpunkte sind klar:
- Sicherheitsrisiken durch problematische Spurführungen
- Fehlende belastbare Verkehrsdaten
- Unzureichende Umwelt- und Immissionsprüfungen
- Ausweichverkehre in Wohngebiete
- Gefährdung der Erreichbarkeit von Praxen, Betrieben und Rettungsdiensten
Schon heute erreichen Rettungsfahrzeuge im Bezirk Wandsbek häufig nicht rechtzeitig den Einsatzort. Weitere Engstellen würden diese Lage drastisch verschärfen.
Für uns gilt daher:
Ja zur Verbesserung von Rad- und Fußwegen. Nein zu einer Zukunft auf Kosten von Sicherheit, Erreichbarkeit und funktionierender Infrastruktur.
Stadtplanung muss zwingend die Lebensrealität der Menschen berücksichtigen. Es braucht tragfähige Daten, echte Abwägungen und Lösungen, die alle Verkehrsteilnehmer einbeziehen. Stadtplanung eigenet sich nicht für ideologische Experimente.
So können Sie die Initiative unterstützen:
Setzen Sie ein Zeichen für eine ausgewogene Verkehrsplanung:
- Informieren Sie sich über die Hintergründe
- Sprechen Sie mit Nachbarn, Freunden und Kollegen
- Unterstützen Sie die Initiative öffentlich und in Ihrem Umfeld
Weitere Informationen sowie aktuelle Entwicklungen finden Sie unter:
Die Entscheidung zur Rodigallee wird Signalwirkung für ganz Hamburg haben. Es geht um die grundsätzliche Frage: Werden große Verkehrsprojekte künftig ausgewogen geplant oder einseitig durchgesetzt?
Wir setzen uns weiterhin für eine vernünftige, ausgewogene Lösung ein.




