CDU-Abordnungen aus den Hamburger Wahlkreisen Wandsbek und Rahlstedt waren am Samstag, den 28.02.26 beim THW-Ortsverband Wandsbek (Rahlau) zu Besuch auf deren Gelände, um sich über die Einsatzbereitschaft zu informieren.
Mit dabei waren der CDU Bürgerschaftsabgeordnete für Rahlstedt Markus Kranig, die CDU-Fraktionsvorsitzende der Bezirksversammlung Wandsbek Dr. Natalie Hochheim, Abgeordnete in verschiedenen Funktionen der Bezirksparlamente Jörg Meyer, Bernd Schley und Friedrich Dellmann, der CDU Vorsitzende des größten Hamburger Ortverbands Rahlstedt Karl-Heinz Warnholz, aus dem CDU-Ortsvorstand Wandsbek Beatrice Niedmers und für den Ortsverband Rahlstedt und im Kreisvorstand der CDU Wandsbek Dieter Grützmacher.
Geführt und nähere Erläuterungen seitens des THW`s wurde vom Ortsbeauftragten Mike Schwarz-Kikull, vom Fachberater Rüdiger Axel Rutz und den jeweiligen Fachgruppenführern der unterschiedlichen Einsatzabteilungen und -bereiche beigesteuert.
Bevor die detaillierte Besichtigung in den Werkshallen mit technischen Equipment und dem Fuhrpark durchgeführt wurde, wurde ausführlich über die Aufgabenstellung des THW gesprochen, sowohl gezielt in und für Hamburg, aber auch über die möglichen Einsatzgebiete in anderen Bundesländern als auch ggfs. im Ausland. Das THW ist eine Bundesbehörde und findet gezielt seinen Einsatz in definierten Katastrophensituationen und anderen schwerwiegenden Not-Situationen, in denen seine Hilfe angefordert wird.
In Hamburg gibt es 7 THW-Ortsverbände. Das THW ist fester Bestandteil des Zivil- und Katastrophenschutzes und rücken auf Anforderungen anderer Behörden – Feuerwehr und Polizei – aus. In Not-und Unglückfällen steht das THW der Bevölkerung mit Technik und Wissen in Deutschland und weltweit helfend zur Seite. Es ist bundesweit aufgestellt und tätig, in Ortsverbände strukturiert, die jeweils für bestimmte Bundesländer, Städte und Stadtteile zuständig sind.
Derzeit gibt es bundesweit 669 Ortsverbände, 66 Regionalstellen, 8 Landesverbände, 3 Ausbildungszentren und 1 THW-Leitung. Da nicht in jedem Ortsverband sämtliches Material und technisches Equipment und THW-Fahrzeuge zur Verfügung stehen, werden dort, wo etwas fehlt dieses aus anderen Ortsverbänden angefordert.
Besondere Schwerpunkte werden auf Aus- und Fortbildung gelegt. Sämtliche Helfer und Helferinnen, ob ehrenamtlich Tätige oder Hauptamtliche durchlaufen nicht nur eine Grundausbildung, sondern müssen in regelmäßigen Abständen ihre Tauglichkeit nachweisen, in dem Sie Prüfungen absolvieren, damit sie aktiv an den Einsätzen teilnehmen dürfen.
Die überwiegende Anzahl der Helfer arbeiten ehrenamtlich. Es sind sehr überzeugte Mitbürger, jeglichen Alters, mit unterschiedlichen Berufsausbildungen, die ihre Lebens- und Freizeit, oft auch ihre Gesundheit in den Dienst der Gesellschaft stellen, in dem Wissen, das sie keine finanzielle Entlohnung dafür erhalten. I.d.R. befinden sie sich in „Lohn und Brot“ bei einem Arbeitgeber, der sich damit einverstanden erklärt diesen Helfern in Zeiten besonderer externer Not arbeitsfrei zu geben. Hierfür erhält der Arbeitgeber dann einen Ausgleich vom Staat für den Lohn- oder Gehaltsausfall.
In Hamburg ist das THW auch zuständig für die Schulung der Mitarbeiter der Bezirksämter im Falle einer Katastrophe, in der strukturelle Hilfe in Form von Wissen der Bevölkerung weitergegeben werden muss. Die aktuelle Bedeutung und Wichtigkeit des THW in Deutschland ist anerkennend vom Bundestag im November 2025 besonders deutlich geworden. Der beschlossene THW-Haushalt steigt um ca. 60% zum vorherigen Haushalt auf nunmehr 728,8 Millionen Euro. Zusätzliche Mittel gibt es vor allen für Bauprogramme, Geräte, Bekleidung, Fahrzeuge und Ausbildung.
Das ist gegenüber 2025 mehr als eine Verdoppelung des Haushalts. Es sollen schnellstmöglich neue Gerätekraftwagen und andere mobile Anschaffungen getätigt werden. Auch Hamburg erhält einen neuen Radbagger. Er wird den nunmehr 20 Jahre alten und für Reparaturen anfälligen Bagger ablösen, der bisher zuverlässige und wertvolle Arbeit in Krisensituation geleistet hat.
Die Abordnung der CDU war sehr beeindruckt über die vielfältigen Aufgabenbereiche und dem damit oft mit hohem körperlich verbundenen Einsatz der i.d.R. ehrenamtlichen tätigen Helfer. Sie sicherte dem THW-Rahlau ihre umfängliche politische Unterstützung bei der Bewältigung ihrer Aufgabengebiete zu und bedankte sich für die bisherige geleistete Arbeit.




